Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen in Nordrhein-Westfalen liegen aktuell bei rund 659 Euro pro Hektar für Ackerland und etwa 288 Euro pro Hektar für Grünland (Stand: Agrarstrukturerhebung 2023, Destatis). Innerhalb des Bundeslandes variieren die Preise stark, Spitzenwerte in Niederrhein, Kölner Bucht, Soester Börde, deutlich niedrigere Pachten in Sauerland, Eifel, Bergisches Land. Diese Seite gibt einen Überblick über aktuelle Pachtpreise nach Region, Bodenqualität und Nutzungsart.
Zusammenfassung
- Ackerland Nordrhein-Westfalen: Ø 659 €/ha, Spanne 400–1120 €/ha je nach Region und Bodenqualität.
- Grünland Nordrhein-Westfalen: Ø 288 €/ha, Spanne 155–460 €/ha.
- Neupacht Nordrhein-Westfalen: Ackerland Ø 781 €/ha, Grünland Ø 287 €/ha. Neu abgeschlossene Verträge liegen über dem Mittel aller laufenden Pachten.
- Spitzenregion: Niederrhein, Kölner Bucht, Soester Börde.
- Photovoltaik: Solarpark-Pachten erreichen 3.500–6.000 €/ha, mehrfach so viel wie die landwirtschaftliche Pacht.
- Trend: Pachtpreise steigen bundesweit kontinuierlich; Ursachen sind Flächenknappheit, Energie-Konkurrenz und steigende Bodenrichtwerte.
Pacht Ackerland Nordrhein-Westfalen: Regionen im Vergleich
Pachtpreise für Ackerland in Nordrhein-Westfalen reichen von etwa 310 €/ha in extensiv genutzten Lagen bis über 860 €/ha in den Gunstlagen mit hohen Bodenpunkten. Die folgende Übersicht ordnet die Hauptregionen ein:
| Region | Pacht Ackerland | Individuelle Pacht |
|---|---|---|
| Niederrhein, Kölner Bucht, Soester Börde | 730–1280 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Münsterland, Ostwestfalen | 560–900 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Sauerland, Eifel, Bergisches Land | 200–620 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
Werte: Mittelwerte der Kreis-Pachten je Region (Quelle: Land-schaetzen.de, Stand 2026).
Pacht Grünland Nordrhein-Westfalen
Pachtpreise für Grünland (Wiesen und Weiden) in Nordrhein-Westfalen liegen im Mittel bei rund 288 Euro pro Hektar, mit einer Spanne von 145 bis 430 €/ha. Grünland ist tendenziell günstiger als Ackerland, weil die wirtschaftliche Verwertung weniger flexibel ist (kein Marktfruchtanbau). Höhere Pachten erzielen intensiv genutzte Flächen in Milchvieh- und Niederungsregionen, niedrigere Pachten in extensiven Mittelgebirgs- oder Sandlagen.
| Region | Pacht Grünland | Individuelle Pacht |
|---|---|---|
| Niederrhein, Kölner Bucht, Soester Börde | 270–490 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Münsterland, Ostwestfalen | 210–350 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Sauerland, Eifel, Bergisches Land | 80–240 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
Für eine flächengenaue Einschätzung empfiehlt sich der Pachtpreis-Rechner oder ein unverbindliches Gutachten über Flächenmakler.de.
Ortsübliche Pachtpreise nach Kreisen in Nordrhein-Westfalen
Werte sind Mittelwerte aus regionalen Markterhebungen. Für eine flächengenaue Schätzung Ihrer individuellen Pacht klicken Sie auf "Jetzt Pacht ermitteln".
Werte: Bundesland-Mittel für Ackerland. Für eine flächengenaue Schätzung Ihrer individuellen Pacht klicken Sie auf "Jetzt Pacht ermitteln".
Pachtpreisentwicklung in Nordrhein-Westfalen 2010 bis 2023
Die Grafik zeigt die Entwicklung des Jahrespachtentgelts in Nordrhein-Westfalen in Euro je Hektar. Erhebungsjahre sind die Jahre der Landwirtschaftszählung bzw. der Agrarstrukturerhebung, dazwischen werden keine Pachtentgelte erhoben.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Landwirtschaftszählung 2010 und 2020, Agrarstrukturerhebung 2023. Pachtentgelte werden nur mit der Agrarstrukturerhebung erhoben, zuletzt 2023. Die Erhebung 2026 läuft; Ergebnisse liegen ab 2027 vor.
Pacht für Photovoltaik in Nordrhein-Westfalen
Solarpark-Betreiber zahlen in Nordrhein-Westfalen aktuell 3.500 bis 6.000 Euro pro Hektar und Jahr, mehrfach so viel wie die landwirtschaftliche Pacht. Voraussetzungen sind Mindestgrößen (typisch ab 5 ha), Netzanschluss-Nähe und eine Privilegierung im Flächennutzungsplan. Detaillierte Vergleichswerte und Modellrechnungen finden Sie auf der Seite Photovoltaik-Pachtpreis ».
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Jetzt Pachtpreis berechnenWie errechnet sich der Pachtpreis für Ackerland in Nordrhein-Westfalen?
Der Landesdurchschnitt von 659 €/ha für Ackerland sagt wenig über die einzelne Fläche aus. Innerhalb von Nordrhein-Westfalen reicht die Spanne von 230 €/ha (Remscheid) bis 1160 €/ha (Unna), also dem 5,0-fachen. Diese Spreizung entsteht durch folgende Faktoren:
- Bodenqualität: Die wichtigste Stellschraube bei sonst vergleichbaren Standorten. Zusammen mit der Lage erklärt sie in Nordrhein-Westfalen die beobachtete Spanne von 230 bis 1160 €/ha.
- Nutzungsart: Grünland liegt in Nordrhein-Westfalen mit 288 €/ha bei nur 44 Prozent der Ackerpacht, deutlich unter dem Bundesschnitt von 52 Prozent. Wer Ackerland besitzt, hat hier einen besonders großen Vorteil gegenüber Wiesen und Weiden.
- Bestandspacht gegen Neupacht: Neu abgeschlossene Verträge liegen in Nordrhein-Westfalen bei 781 €/ha und damit 19 Prozent über dem Mittel aller laufenden Pachten. Wer einen alten Vertrag verlängert, verschenkt in der Regel Geld.
- Vertragsdauer: Längere Laufzeiten ab etwa zwölf Jahren senken den Hektarpreis, weil der Pächter Planungssicherheit einkauft.
- Lage und Zuschnitt: Schlaggröße, Erschließung, Wasserverfügbarkeit und die Entfernung zum Hof wirken zusätzlich, in Nordrhein-Westfalen vor allem dort, wo kleinteilige Strukturen vorherrschen.
Warum steigen die Pachtpreise in Nordrhein-Westfalen?
Die Ackerpacht in Nordrhein-Westfalen ist von 402 €/ha im Jahr 2010 auf 659 €/ha im Jahr 2023 gestiegen, ein Plus von 64 Prozent. Nordrhein-Westfalen folgt damit dem Bundestrend, der im selben Zeitraum bei 79 Prozent lag.
Mit 62 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 407 €/ha gehört Nordrhein-Westfalen zu den teuersten Pächtermärkten Deutschlands. Das erhöht den Druck auf jede frei werdende Fläche. Die Ursachen des Anstiegs sind bundesweit ähnlich:
- Flächenknappheit: Deutschland verliert täglich rund 50 bis 60 Hektar landwirtschaftliche Fläche an Siedlung, Gewerbe und Verkehr.
- Konkurrenz durch Energie: Photovoltaik- und Biogasbetreiber zahlen ein Mehrfaches der landwirtschaftlichen Pacht und ziehen Flächen aus dem Markt.
- Kaufpreise als Anker: Steigende Bodenrichtwerte ziehen die Pachten mit, weil Verpächter eine Verzinsung ihres Bodenwerts erwarten.
- EU-Direktzahlungen: Sie sind teilweise flächengebunden und werden vom Verpächter eingepreist.
Häufige Fragen zu Pachtpreisen in Nordrhein-Westfalen
Wie hoch ist der Pachtpreis pro Hektar in Nordrhein-Westfalen?
Der durchschnittliche Pachtpreis für landwirtschaftliche Flächen in Nordrhein-Westfalen liegt bei rund 560 Euro pro Hektar und Jahr. Ackerland erzielt im Mittel etwa 659 €/ha, Grünland rund 288 €/ha. Die Spannen je nach Region und Bodenqualität reichen von 400–1120 €/ha (Acker) bzw. 155–460 €/ha (Grünland).
Was kostet die Pacht von Ackerland in Nordrhein-Westfalen?
Pachtpreise für Ackerland in Nordrhein-Westfalen liegen je nach Region und Bodenqualität zwischen 310 und 860 Euro pro Hektar und Jahr. Spitzenpachten in Niederrhein, Kölner Bucht, Soester Börde (650 – 850 €/ha); günstiger in Sauerland, Eifel, Bergisches Land (280 – 380 €/ha).
Wie viel Pacht zahlt man für Grünland in Nordrhein-Westfalen?
Pacht für Grünland in Nordrhein-Westfalen liegt im Schnitt bei rund 288 Euro pro Hektar und Jahr. Spannweite: 155–460 €/ha, Spitzen in intensiv genutzten Milchvieh- oder Niederungsregionen, niedrigere Werte in extensiven Mittelgebirgs- oder Sandlagen.
Was sind ortsübliche Pachtpreise in Nordrhein-Westfalen?
Die ortsüblichen Pachtpreise variieren in Nordrhein-Westfalen deutlich nach Lage: Niederrhein, Kölner Bucht, Soester Börde: 650 – 850 €/ha; Sauerland, Eifel, Bergisches Land: 280 – 380 €/ha. Maßgeblich für die Höhe sind Hohe Bevölkerungsdichte, Konkurrenz Landwirtschaft / Siedlung.
Wie kann ich den genauen Pachtpreis für meine Fläche ermitteln?
Der individuelle Pachtpreis hängt von Bodenpunkten, Lage, Schlaggröße und Nutzungsart ab. Eine schnelle Einschätzung liefert unser Pachtpreis-Rechner. Für eine präzise Bewertung empfiehlt sich ein unverbindliches Gutachten über Flächenmakler.de.
Weitere Themen rund um Pacht in Nordrhein-Westfalen
- Pachtpreise Ackerland, Bundesweite Übersicht mit Vergleich aller Bundesländer.
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Andere Bundesländer
Stand der Daten: 5. August 2026
Quellen:
- Statistisches Bundesamt (Destatis), Agrarstrukturerhebung 2023: Pachtentgelte je Hektar nach Nutzungsart, Tabellen 41121-0403 (Pachten insgesamt) und 41121-0405 (Neupachten). Abgerufen am 5. August 2026.
- Statistische Landesämter, Pachtpreis-Erhebungen für Nordrhein-Westfalen.
- Eigene Markterhebungen über Flächenmakler.de, regionale Pacht- und Kaufpreise.
Hinweis: Die genannten Werte sind Mittel- und Spannenwerte. Der individuelle Pachtpreis hängt von Bodenpunkten, Schlaggröße, Lage und Vertragsdauer ab.