Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen in Bayern liegen aktuell bei rund 485 Euro pro Hektar für Ackerland und etwa 272 Euro pro Hektar für Grünland (Stand: Agrarstrukturerhebung 2023, Destatis). Damit liegt Bayern leicht über dem deutschen Durchschnitt von 357 €/ha. Innerhalb des Bundeslandes variieren die Preise stark, vom Gäuboden mit Spitzenwerten bis 800 €/ha bis zum Bayerischen Wald mit Pachten ab 180 €/ha. Diese Seite gibt einen Überblick über aktuelle Pachtpreise nach Region, Bodenqualität und Nutzungsart.
Zusammenfassung
- Ackerland Bayern: Ø 485 €/ha, Spanne 290–820 €/ha je nach Region und Bodenqualität.
- Grünland Bayern: Ø 272 €/ha, Spanne 150–435 €/ha, höhere Pachten in Milchvieh-Regionen wie dem Allgäu.
- Neupacht Bayern: Ackerland Ø 588 €/ha, Grünland Ø 338 €/ha. Neu abgeschlossene Verträge liegen über dem Mittel aller laufenden Pachten.
- Spitzenregionen: Gäuboden, Donaumoos und Dungau erzielen die höchsten Pachten Bayerns (bis 800 €/ha).
- Photovoltaik: Solarpark-Pachten erreichen 3.500–6.000 €/ha, mehrfach so viel wie die landwirtschaftliche Pacht.
- Entwicklung: Pachtpreise haben sich seit 1971 vervierfacht (101 → 415 €/ha). Trend weiter steigend.
Pacht Ackerland Bayern: Regionen im Vergleich
Der durchschnittliche Pachtpreis für Ackerland in Bayern liegt bei etwa 485 Euro pro Hektar und Jahr. Die Spannweite ist allerdings beträchtlich: Auf den hochwertigen Böden des Gäubodens, Donaumooses oder Dungaus werden 600–800 €/ha erreicht, während in den Mittelgebirgslagen des Bayerischen Waldes oder der Rön Pachten von 200–300 €/ha üblich sind.
| Region | Pacht Ackerland | Individuelle Pacht |
|---|---|---|
| Gäuboden, Donaumoos, Niederbayern (Gunstlagen) | 560–1120 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Oberbayern, Schwaben, Franken (mittlere Lagen) | 460–680 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Bayerischer Wald, Oberpfalz, Rön | 210–540 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
Werte: Erfahrungswerte aus dem regionalen Pachtmarkt · EMZ = Ertragsmesszahl · Stand: 11. Mai 2026.
Pacht Grünland Bayern
Pachtpreise für Grünland (Wiesen und Weiden) in Bayern liegen im Mittel bei rund 272 Euro pro Hektar. Sie sind damit deutlich niedriger als für Ackerland, weil Grünland wirtschaftlich weniger flexibel ist (kein Marktfruchtanbau möglich). In intensiv genutzten Milchviehregionen wie dem Allgäu oder dem Voralpenland werden allerdings auch 300–400 €/ha erreicht, da Grünland hier knapp und für die Milchproduktion essenziell ist. In extensiv genutzten Mittelgebirgslagen liegen die Pachten dagegen bei 100–180 €/ha.
| Region | Pacht Grünland | Individuelle Pacht |
|---|---|---|
| Gäuboden, Donaumoos, Niederbayern (Gunstlagen) | 320–630 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Oberbayern, Schwaben, Franken (mittlere Lagen) | 260–380 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Bayerischer Wald, Oberpfalz, Rön | 120–300 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
Für eine flächengenaue Einschätzung empfiehlt sich der Pachtpreis-Rechner oder ein unverbindliches Gutachten über Flächenmakler.de.
Ortsübliche Pachtpreise nach Kreisen in Bayern
Werte sind Mittelwerte aus regionalen Markterhebungen. Für eine flächengenaue Schätzung Ihrer individuellen Pacht klicken Sie auf "Jetzt Pacht ermitteln".
Werte: Bundesland-Mittel für Ackerland. Für eine flächengenaue Schätzung Ihrer individuellen Pacht klicken Sie auf "Jetzt Pacht ermitteln".
Entwicklung des Pachtpreises ab 1971
Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des durchschnittlichen Pachtpreises in Bayern seit 1971 (in Euro/ha LF).
Quelle: LfStat (Bayerisches Landesamt für Statistik) Pachtentgelte werden nur mit der Agrarstrukturerhebung erhoben, zuletzt 2023. Die Erhebung 2026 läuft; Ergebnisse liegen ab 2027 vor.
Pacht für Photovoltaik in Bayern
Ein zunehmend relevanter Faktor für die Pachtpreise in Bayern ist die Verpachtung von Flächen für Photovoltaik. Solarpark-Betreiber zahlen 3.500 bis 6.000 Euro pro Hektar und Jahr, mehrfach so viel wie die landwirtschaftliche Pacht. Voraussetzung sind Mindestgrößen (typisch ab 5 ha), Netzanschluss-Nähe sowie eine Privilegierung im Flächennutzungsplan. Bayern fördert den Ausbau aktiv, vor allem entlang von Autobahnen und Bahntrassen sowie auf benachteiligten Flächen.
Detaillierte Vergleichswerte und Modellrechnungen finden Sie auf der Seite Photovoltaik-Pachtpreis ».
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Jetzt Pachtpreis berechnenWie errechnet sich der Pachtpreis für Ackerland in Bayern?
Der Landesdurchschnitt von 485 €/ha für Ackerland sagt wenig über die einzelne Fläche aus. Innerhalb von Bayern reicht die Spanne von 240 €/ha (Freyung-Grafenau) bis 1010 €/ha (Würzburg), also dem 4,2-fachen. Diese Spreizung entsteht durch folgende Faktoren:
- Bodenqualität: Die wichtigste Stellschraube bei sonst vergleichbaren Standorten. Zusammen mit der Lage erklärt sie in Bayern die beobachtete Spanne von 240 bis 1010 €/ha.
- Nutzungsart: Grünland kommt in Bayern auf 272 €/ha und damit 56 Prozent der Ackerpacht, nahe am Bundesschnitt von 52 Prozent.
- Bestandspacht gegen Neupacht: Neu abgeschlossene Verträge liegen in Bayern bei 588 €/ha und damit 21 Prozent über dem Mittel aller laufenden Pachten. Wer einen alten Vertrag verlängert, verschenkt in der Regel Geld.
- Vertragsdauer: Längere Laufzeiten ab etwa zwölf Jahren senken den Hektarpreis, weil der Pächter Planungssicherheit einkauft.
- Lage und Zuschnitt: Schlaggröße, Erschließung, Wasserverfügbarkeit und die Entfernung zum Hof wirken zusätzlich, in Bayern vor allem dort, wo kleinteilige Strukturen vorherrschen.
Warum steigen die Pachtpreise in Bayern?
Die Ackerpacht in Bayern ist von 291 €/ha im Jahr 2010 auf 485 €/ha im Jahr 2023 gestiegen, ein Plus von 67 Prozent. Bayern folgt damit dem Bundestrend, der im selben Zeitraum bei 79 Prozent lag.
Mit 19 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 407 €/ha gehört Bayern zu den teuersten Pächtermärkten Deutschlands. Das erhöht den Druck auf jede frei werdende Fläche. Die Ursachen des Anstiegs sind bundesweit ähnlich:
- Flächenknappheit: Deutschland verliert täglich rund 50 bis 60 Hektar landwirtschaftliche Fläche an Siedlung, Gewerbe und Verkehr.
- Konkurrenz durch Energie: Photovoltaik- und Biogasbetreiber zahlen ein Mehrfaches der landwirtschaftlichen Pacht und ziehen Flächen aus dem Markt.
- Kaufpreise als Anker: Steigende Bodenrichtwerte ziehen die Pachten mit, weil Verpächter eine Verzinsung ihres Bodenwerts erwarten.
- EU-Direktzahlungen: Sie sind teilweise flächengebunden und werden vom Verpächter eingepreist.
Häufige Fragen zu Pachtpreisen in Bayern
Wie hoch ist der Pachtpreis pro Hektar in Bayern?
Der durchschnittliche Pachtpreis für landwirtschaftliche Flächen in Bayern liegt bei rund 415 Euro pro Hektar und Jahr. Ackerland erzielt im Mittel etwa 485 €/ha, Grünland rund 272 €/ha. Die Spannen je nach Region und Bodenqualität reichen von 290–820 €/ha (Acker) bzw. 150–435 €/ha (Grünland).
Was kostet die Pacht von Ackerland in Bayern?
Pachtpreise für Ackerland in Bayern liegen je nach Region und Bodenqualität zwischen 250 und 700 Euro pro Hektar und Jahr. In ertragsstarken Gunstlagen wie dem Gäuboden, Donaumoos oder dem Dungau werden auch 600–800 €/ha erreicht; in Mittelgebirgslagen wie dem Bayerischen Wald oder der Rön liegen die Pachten oft bei 200–300 €/ha.
Wie viel Pacht zahlt man für Grünland in Bayern?
Pacht für Grünland in Bayern liegt im Schnitt bei rund 272 Euro pro Hektar und Jahr. In intensiv genutzten Milchvieh-Regionen wie dem Allgäu oder Oberbayern können Pachten von 300–400 €/ha erreicht werden, in extensiv genutzten Lagen liegen sie bei 100–180 €/ha.
Was sind ortsübliche Pachtpreise in Bayern?
Der ortsübliche Pachtpreis variiert deutlich nach Region: 600–800 €/ha im Gäuboden, 400–550 €/ha in Niederbayern, 350–500 €/ha in Oberbayern und Schwaben, 250–350 €/ha in der Oberpfalz und Oberfranken, 180–280 €/ha im Bayerischen Wald. Maßgeblich sind Bodenpunkte, Pachtmarktdichte und Nutzungsart.
Wie hat sich der Pachtpreis in Bayern entwickelt?
Seit 1971 ist der durchschnittliche Pachtpreis in Bayern von 101 €/ha auf 415 €/ha gestiegen, eine Vervierfachung in rund 50 Jahren. Besonders deutlich war der Anstieg zwischen 2010 (251 €/ha) und 2023 (415 €/ha). Ursachen sind Flächenknappheit, Konkurrenz durch Photovoltaik und Biogas sowie steigende Bodenrichtwerte.
Wie kann ich den genauen Pachtpreis für meine Fläche ermitteln?
Der individuelle Pachtpreis hängt von Bodenpunkten, Lage, Schlaggröße und Nutzungsart ab. Eine schnelle, flächenbezogene Schätzung liefert unser Pachtpreis-Rechner. Für eine präzise Bewertung empfiehlt sich ein unverbindliches Gutachten über Flächenmakler.de.
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Stand der Daten: 5. August 2026
Quellen:
- Bayerisches Landesamt für Statistik (LfStat), Landwirtschaftliche Bodennutzung und Pachtpreise.
- Statistisches Bundesamt (Destatis), Agrarstrukturerhebung 2023: Pachtentgelte je Hektar nach Nutzungsart, Tabellen 41121-0403 (Pachten insgesamt) und 41121-0405 (Neupachten). Abgerufen am 5. August 2026.
- Eigene Markterhebungen über Flächenmakler.de (regionale Pacht- und Kaufpreise in Bayern).
Hinweis: Die genannten Werte sind Mittel- und Spannenwerte. Der individuelle Pachtpreis hängt von Bodenpunkten, Schlaggröße, Lage und Vertragsdauer ab.