Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen in Bayern liegen aktuell bei rund 415 Euro pro Hektar für Ackerland und etwa 220 Euro pro Hektar für Grünland (Stand: 11. Mai 2026). Damit liegt Bayern leicht über dem deutschen Durchschnitt von 357 €/ha. Innerhalb des Bundeslandes variieren die Preise stark, vom Gäuboden mit Spitzenwerten bis 800 €/ha bis zum Bayerischen Wald mit Pachten ab 180 €/ha. Diese Seite gibt einen Überblick über aktuelle Pachtpreise nach Region, Bodenqualität und Nutzungsart.
Zusammenfassung
- Ackerland Bayern: Ø 415 €/ha, Spanne 250–700 €/ha je nach Region und Bodenqualität.
- Grünland Bayern: Ø 220 €/ha, Spanne 120–350 €/ha, höhere Pachten in Milchvieh-Regionen wie dem Allgäu.
- Spitzenregionen: Gäuboden, Donaumoos und Dungau erzielen die höchsten Pachten Bayerns (bis 800 €/ha).
- Photovoltaik: Solarpark-Pachten erreichen 3.500–6.000 €/ha, mehrfach so viel wie die landwirtschaftliche Pacht.
- Entwicklung: Pachtpreise haben sich seit 1971 vervierfacht (101 → 415 €/ha). Trend weiter steigend.
Pacht Ackerland Bayern: Regionen im Vergleich
Der durchschnittliche Pachtpreis für Ackerland in Bayern liegt bei etwa 415 Euro pro Hektar und Jahr. Die Spannweite ist allerdings beträchtlich: Auf den hochwertigen Böden des Gäubodens, Donaumooses oder Dungaus werden 600–800 €/ha erreicht, während in den Mittelgebirgslagen des Bayerischen Waldes oder der Rön Pachten von 200–300 €/ha üblich sind.
| Region | Pacht Ackerland | Individuelle Pacht |
|---|---|---|
| Gäuboden, Donaumoos, Niederbayern (Gunstlagen) | 560–1120 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Oberbayern, Schwaben, Franken (mittlere Lagen) | 460–680 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Bayerischer Wald, Oberpfalz, Rön | 210–540 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
Werte: Erfahrungswerte aus dem regionalen Pachtmarkt · EMZ = Ertragsmesszahl · Stand: 11. Mai 2026.
Pacht Grünland Bayern
Pachtpreise für Grünland (Wiesen und Weiden) in Bayern liegen im Mittel bei rund 220 Euro pro Hektar. Sie sind damit deutlich niedriger als für Ackerland, weil Grünland wirtschaftlich weniger flexibel ist (kein Marktfruchtanbau möglich). In intensiv genutzten Milchviehregionen wie dem Allgäu oder dem Voralpenland werden allerdings auch 300–400 €/ha erreicht, da Grünland hier knapp und für die Milchproduktion essenziell ist. In extensiv genutzten Mittelgebirgslagen liegen die Pachten dagegen bei 100–180 €/ha.
| Region | Pacht Grünland | Individuelle Pacht |
|---|---|---|
| Gäuboden, Donaumoos, Niederbayern (Gunstlagen) | 320–630 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Oberbayern, Schwaben, Franken (mittlere Lagen) | 260–380 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
| Bayerischer Wald, Oberpfalz, Rön | 120–300 €/ha | Jetzt Pacht ermitteln |
Für eine flächengenaue Einschätzung empfiehlt sich der Pachtpreis-Rechner oder ein unverbindliches Gutachten über Flächenmakler.de.
Ortsübliche Pachtpreise nach Kreisen in Bayern
Werte sind Mittelwerte aus regionalen Markterhebungen. Für eine flächengenaue Schätzung Ihrer individuellen Pacht klicken Sie auf "Jetzt Pacht ermitteln".
Werte: Bundesland-Mittel für Ackerland. Für eine flächengenaue Schätzung Ihrer individuellen Pacht klicken Sie auf "Jetzt Pacht ermitteln".
Entwicklung des Pachtpreises ab 1971
Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des durchschnittlichen Pachtpreises in Bayern seit 1971 (in Euro/ha LF).
Quelle: LfStat (Bayerisches Landesamt für Statistik)
Pacht für Photovoltaik in Bayern
Ein zunehmend relevanter Faktor für die Pachtpreise in Bayern ist die Verpachtung von Flächen für Photovoltaik. Solarpark-Betreiber zahlen 3.500 bis 6.000 Euro pro Hektar und Jahr, mehrfach so viel wie die landwirtschaftliche Pacht. Voraussetzung sind Mindestgrößen (typisch ab 5 ha), Netzanschluss-Nähe sowie eine Privilegierung im Flächennutzungsplan. Bayern fördert den Ausbau aktiv, vor allem entlang von Autobahnen und Bahntrassen sowie auf benachteiligten Flächen.
Detaillierte Vergleichswerte und Modellrechnungen finden Sie auf der Seite Photovoltaik-Pachtpreis ».
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Jetzt Pachtpreis berechnenWie errechnet sich der Pachtpreis für Ackerland in Bayern?
Der Pachtpreis für landwirtschaftliche Flächen ergibt sich aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
- Bodenqualität (Bodenpunkte/EMZ): Die wichtigste Stellschraube. Böden mit Ertragsmesszahlen über 60 (Gäuboden, Donaumoos) erzielen oft das Doppelte der Pacht von Böden unter 30 (Bayerischer Wald).
- Nutzungsart: Ackerland erzielt höhere Pachten als Grünland, weil Marktfruchtanbau wirtschaftlich flexibler ist. Ausnahme: Grünland in Milchviehregionen wie dem Allgäu.
- Regionale Nachfrage: In dicht besiedelten Pachtmärkten (Münchner Umland, Donautal) treibt Konkurrenz unter Landwirten und Solarpark-Entwicklern die Preise. In dünn besiedelten Mittelgebirgslagen ist die Nachfrage geringer.
- Pachtvertragsdauer: Längere Pachtverträge (12+ Jahre) führen oft zu günstigeren Preisen pro Hektar, weil sie dem Pächter Planungssicherheit geben.
- Wirtschaftliche Rahmenbedingungen: EU-Direktzahlungen, Marktpreise für Weizen, Mais und Milch sowie Subventionsprogramme beeinflussen die Zahlungsbereitschaft der Pächter.
- Lagefaktoren: Schlaggröße, Erschließung, Wasserverfügbarkeit und Klima wirken sich ebenfalls auf den Preis aus.
Warum steigen die Pachtpreise in Bayern?
Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen in Bayern haben sich seit 1971 vervierfacht. Die wichtigsten Treiber:
- Flächenknappheit: Bayern verliert pro Tag rund 7 ha landwirtschaftliche Fläche an Siedlung, Gewerbe und Verkehr. Das verknüppt das Angebot.
- Konkurrenz durch Energie: Photovoltaik- und Biogas-Betreiber zahlen mehrfach so viel wie die landwirtschaftliche Pacht und ziehen Flächen aus dem Markt.
- Investoren-Nachfrage: Landwirtschaftliche Fläche gilt als inflationsgeschützte Sachanlage, institutionelle Investoren erhöhen den Preisdruck.
- Steigende Bodenrichtwerte: Der Kaufpreis für Ackerland in Bayern liegt mittlerweile bei 50.000–100.000 €/ha; Pachten ziehen entsprechend mit.
- EU-Agrarpolitik: Direktzahlungen sind teilweise an die Fläche gebunden und werden vom Verpächter mit eingepreist.
Häufige Fragen zu Pachtpreisen in Bayern
Wie hoch ist der Pachtpreis pro Hektar in Bayern?
Der durchschnittliche Pachtpreis für landwirtschaftliche Flächen in Bayern liegt bei rund 415 Euro pro Hektar und Jahr. Ackerland erzielt im Mittel etwa 415 €/ha, Grünland rund 220 €/ha. Die Spannen je nach Region und Bodenqualität reichen von 250–700 €/ha (Acker) bzw. 120–350 €/ha (Grünland).
Was kostet die Pacht von Ackerland in Bayern?
Pachtpreise für Ackerland in Bayern liegen je nach Region und Bodenqualität zwischen 250 und 700 Euro pro Hektar und Jahr. In ertragsstarken Gunstlagen wie dem Gäuboden, Donaumoos oder dem Dungau werden auch 600–800 €/ha erreicht; in Mittelgebirgslagen wie dem Bayerischen Wald oder der Rön liegen die Pachten oft bei 200–300 €/ha.
Wie viel Pacht zahlt man für Grünland in Bayern?
Pacht für Grünland in Bayern liegt im Schnitt bei rund 220 Euro pro Hektar und Jahr. In intensiv genutzten Milchvieh-Regionen wie dem Allgäu oder Oberbayern können Pachten von 300–400 €/ha erreicht werden, in extensiv genutzten Lagen liegen sie bei 100–180 €/ha.
Was sind ortsübliche Pachtpreise in Bayern?
Der ortsübliche Pachtpreis variiert deutlich nach Region: 600–800 €/ha im Gäuboden, 400–550 €/ha in Niederbayern, 350–500 €/ha in Oberbayern und Schwaben, 250–350 €/ha in der Oberpfalz und Oberfranken, 180–280 €/ha im Bayerischen Wald. Maßgeblich sind Bodenpunkte, Pachtmarktdichte und Nutzungsart.
Wie hat sich der Pachtpreis in Bayern entwickelt?
Seit 1971 ist der durchschnittliche Pachtpreis in Bayern von 101 €/ha auf 415 €/ha gestiegen, eine Vervierfachung in rund 50 Jahren. Besonders deutlich war der Anstieg zwischen 2010 (251 €/ha) und 2023 (415 €/ha). Ursachen sind Flächenknappheit, Konkurrenz durch Photovoltaik und Biogas sowie steigende Bodenrichtwerte.
Wie kann ich den genauen Pachtpreis für meine Fläche ermitteln?
Der individuelle Pachtpreis hängt von Bodenpunkten, Lage, Schlaggröße und Nutzungsart ab. Eine schnelle, flächenbezogene Schätzung liefert unser Pachtpreis-Rechner. Für eine präzise Bewertung empfiehlt sich ein unverbindliches Gutachten über Flächenmakler.de.
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Andere Bundesländer
Stand der Daten: 11. Mai 2026
Quellen:
- Bayerisches Landesamt für Statistik (LfStat), Landwirtschaftliche Bodennutzung und Pachtpreise.
- Statistisches Bundesamt (Destatis), Agrarstrukturerhebung 2023.
- Eigene Markterhebungen über Flächenmakler.de (regionale Pacht- und Kaufpreise in Bayern).
Hinweis: Die genannten Werte sind Mittel- und Spannenwerte. Der individuelle Pachtpreis hängt von Bodenpunkten, Schlaggröße, Lage und Vertragsdauer ab.